Muswiese

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60 Jahre Jungviehprämierung

Schaufenster der Rinderzucht

Viehprämierung

Sie bewerten die Festigkeit in der Oberlinie und die Strichplatzierung, sie sprechen von trockenem Fundament, sehen Unterschiede in Länge, Kaliber, Ausdruck und korrekter Beinstellung, loben Qualität und Klasse - die Rede ist von den Preisrichtern bei der Jungviehprämierung. Auch wenn die Jungviehprämierung noch nicht so alt ist wie die Muswiese, ist sie doch seit 1959 mit Hohenlohes ältestem Jahrmarkt verbunden. Sie ist eine feste Größe im Muswiesenprogramm und gehört zur Veranstaltung wie die Marktstände und der Metzgertanz. 

In guten landwirtschaftlichen Zeiten, als sich das Höfesterben noch nicht zur gefährlichen Epidemie ausgewachsen hatte, gaben sich schon mal gut und gerne rund 130 Fleckvieh-Exemplare ein Stelldichein in Musdorf. Umso höher muss der Idealismus jener Landwirte geschätzt werden, die sicher nicht wegen des Auftriebgeldes ihre Schützlinge nach Musdorf fahren, sondern um die lange Tradition nicht untergehen lassen zu wollen.

Die „Kandidatinnen“ werden intensiv auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Denn die freilaufend aufwachsenden Jungtiere müssen erst einmal an den Strick gewöhnt werden, bevor sie sich im Ring den Preisrichtern und den Zuschauern präsentieren können. 

„Die Qualität der Tiere steht im umgekehrten Verhältnis zur Qualität des Wetters“. Dieser treffende Ausspruch aus dem Jahr 1982 von Dr. Dechent, dem damaligen Leiter der Jungviehprämierung auf der Muswiese, gilt bis heute und soll zum Ausdruck bringen: Egal wie das Wetter in den letzten 60 Jahren war, konstant blieb die Spitzenqualität beim Auftrieb des Jungviehs.

Bevor die Rinderunion Baden-Württemberg die Organisation der Jungviehprämierung übernahm, war das Tierzuchtamt und der Fleckviehzuchtverband aus Schwäbisch Hall viele Jahre zuständig. Für die Vorbereitung und die reibungslose Durchführung der Prämierung sorgen die Zuchtwarte. Wie in den vergangenen Jahren auch stehen für die Preisträger wieder Geldprämien und Sachpreise bereit. 

Im Anschluss an die Leistungsschau, die sicher wieder ein Anziehungspunkt für Fachleute und interessierte Zuschauer sein wird, geht man zum traditionellen Kuttelessen in die Wirtschaftsbetriebe.

Viehprämierung
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