Entwicklung
der landwirtschaftlichen Ausstellung
Von der Hacke zum Acht-Schar-Wendedrehpflug
Im Laufe der Zeit hat die landwirtschaftliche Ausstellung auf der
Muswiese immer
mehr an Gewicht gewonnen, in der Presse wurde sie schon als "DLG
im Kleinen"
bezeichnet, werden doch die neusten landwirtschaftlichen Maschinen
und Geräte
kurz nach der Münchner DLG-Ausstellung auch in Musdorf vorgestellt.
Nachweislich seit 1928 werden auf der Muswiese landwirtschaftliche
Ausstellungen
veranstaltet. Das heißt nicht, dass es nicht schon in früheren
Zeiten Angebote für
den bäuerlichen Bedarf gab. Bereits im Salbuch von 1530 werden
unter anderem
Seiler, Gentner, Messerschmiede, Eisenwarenhändler, Sattler
und Schreiner
aufgeführt. Bei ihnen konnte der Bauer seinen Bedarf für
Feld und Hof decken.
Im Lauf
der Jahrhunderte kamen neue Handwerkerberufe auf, Sieb- und Korbmacher,
Weiß- und Rotbüttner, zu den alten kamen neue Angebote:
Körbe, Fässer,
Bottiche, Holzwannen und Siebe, alles Gerätschaften für
die bäuerliche Arbeit.
Einen Umbruch gab es im 19. Jahrhundert mit der aufkommenden Industrialisierung
und der damit verbundenen Mechanisierung. 1869 war Rot am See Eisenbahnstation
geworden, jetzt konnten schwere Gerätschaften angeliefert werden.
1929 organisierten
einheimische Landmaschinenhändler die erste
gemeinsame
"
Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte" auf
der Muswiese. In den
Kriegsjahren von 1937 bis 1946 pausierte die Ausstellung erst einmal.
Ab 1953 kam das
Geschäft mit den großen Gerätschaften
wie Schlepper,
Sämaschinen, Eggen, Häcksler und Getreidebinder so richtig
in Fahrt. Von das an
setzte eine rasante Aufwärtsentwicklung ein. Die Zahl und die
Vielfalt der
Maschinen, Geräte und sonstigen landwirtschaftlichen Bedarfsgüter
und der
Aussteller nahm ebenso zu wie die Ausstellungsfläche und die
PS-Zahl der
Traktoren.
So lange Hohenlohe
ein bäuerliches Land sein wird, so lange
wird die
Landwirtschaftliche Ausstellung auf der Muswiese eine Zukunft haben.
Eine Dokumentation
von Adolf Kämpf
|